Mitarbeiter vor Ort

Khaled und Lailuma
und die vielen lieben Leute in Europa

Khaled und Lailuma sind die zwei Betreuer des Stickprojektes in Afghanistan: sie fahren an 3 Tagen im Quartal zu den Dörfern,

  • um die Stickerinnen zu bezahlen
  • die in Freiburg geschriebenen Kommentare vorzutragen
  • die neugestickten Tücher einzusammeln
  • das neue Material zu verteilen.

Khaled ist in einem dieser Dörfer geboren und lebte dort bis zum Beginn des Krieges. In den 20 Jahren der Kriegszeiten ist er – wie alle Familien aus den Dörfern dieser Region –ständig auf der Flucht gewesen zwischen Kabul und dem Panshirtal. Seit dem Ende des Krieges lebt er mit seiner Familie in Kabul.
Als überaus freundlicher Mensch hat er das Vertrauen der Bewohner dieser Dörfer, dank ihm öffnen sich die Türen der Höfe und Häuser. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Afghanistan. Darüber hinaus ist er von der DAI e.V. angestellt, um sämtliche Projekte im Großraum der Shomali-Ebene zu betreuen (Sie finden mehr darüber auf der Webseite der DAI). Wenn wir nach Kabul fliegen, genießen wir die Gastfreundlichkeit seiner Familie, der Familie Hashimi.
 
Lailuma lebte 18 Jahre in Deutschland, bis sie sich dafür entschied, definitiv nach Afghanistan zurückzukehren; sie spricht deutsch und übersetzt für mich, wenn ich selbst vor Ort bin. Sie lebt bei der Familie ihres Bruders in Kabul.
 
Im Jahr 2011 wurde ich von Sarah begleitet. Sie können sie beim Reisebericht entdecken (mit Text und Bild). 2012 kam Sabine mit. Sie werden sie ebenso zwischen den Bildern ausfindig machen. Sie hat auch den Reisebericht 2012 geschrieben. In 2013 kam Margreth auch mit nach Kabul, mit einer besonderen Aufgabe, die Sie in der 7. gemeinsamen Reisebericht entdecken werden.
 
Ein großes Dankeschön geht an die Vorstandskollegen der DAI, die dem Stickprojekt seit vielen Jahren großes Vertrauen schenken. Darüber hinaus verlangt die große wirtschaftliche Aktivität sehr viel Arbeit des Schatzmeisters Wilhelm Druben. Trotz seines zeitintensiven Einsatzes hat er nie die Begeisterung für die Stickerinnen und deren Arbeit verloren.
 
Mit den Jahren hat sich ein treues Team, hauptsächlich Frauen aus Freiburg und Umgebung, gebildet, das sehr effizient mitarbeitet. Es gibt enorm viel zu tun! Die Arbeiten sind breit gefächert, angefangen von Korrekturen und Übersetzungen von Texten bis hin zu Graphikarbeiten, Ausstellungen aufbauen und vieles mehr. Einmal im Quartal, nach dem Eintreffen der Stickereien in Freiburg, müssen diese „bearbeitet“ werden. Es dauert etwa zwei Wochen die Stickereien zu bügeln, zu schneiden und einzutüten, sowie das Material für die nächste Lieferung zusammenzustellen.
 
Es werden immer mehr Privatpersonen, die, allein oder in einem Team, auch größere Events selbstständig veranstalten, zum Beispiel im Rahmen einer kreativen Messe mit Verkaufsstand und oft zusätzlicher Ausstellung. Ich habe festgestellt, dass ich nicht überall sein muss (und kann) und lasse mich mit großem Vertrauen gerne vertreten. Das hat immer wunderbar geklappt! Danke für die große Unterstützung!
Jeder Auftritt des Stickprojektes ist wichtig für den langfristigen Erfolg und die finanzielle Basis unserer Arbeit.
 
Ein großes DANKESCHÖN an alle, mit denen ich rechnen kann, in Freiburg und überall in Europa!