Presse

Beitrag in filzfun – Zeitschrift für Filzbegeisterte
(Heft 53, Winter 16/17)

Textile Gemeinschaftsgärten

Ein faszinierendes Projekt verbindet Frauen aus Europa und Afghanistan: Gemeinsam haben sie über die Entfernung hinweg an Textilbildern zum Thema Garten gearbeitet. Die Ergebnisse des interkulturellen Austauschprojekts »Gardens Around the World« sind in einer Wanderausstellung und in einem Galeriebuch zu sehen.

Ein Textilbild wird in Europa begonnen, in Afghanistan weitergeführt und wiederum in Europa beendet: Wie
unterschiedlich nähern sich Frauen aus zwei Kulturkreisen dem Thema Garten? Wie bauen sie auf die Gestaltung der Vorgängerin auf?
Die Entwicklung von 72 Bildern auf Stoff, bemalt, bestickt und mit applizierten Details ausgearbeitet, ist ein ausgesprochen spannendes Projekt des Vereins Deutsch-Afghanische Initiative (DAI).

Beitrag in textilkunst international
(44. Jahrgang, Heft 3, September 2016)

Textile Gärten auf Weltreise

Ein unterkultureller Austausch zwischen Textilschaffenden in Europa und afghanischen Stickerinnen

[…] Ein Kernziel des Programmes ist es, mit den Stickarbeiten Brücken zwischen den Kulturen zu schlagen. Es regt dazu an, afghanische Stickereien in Europa zu erwerben und in eigenen Werken weiter zu verarbeiten. Darüber hinaus werden regelmäßig jurierte Ausschreibungen in Europa organisiert. Diese stellen Plattformen dar, die vermitteln, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft anhand der Sprache der Textilkunst in einen Dialog treten können.

Das Konzept erfährt in „Gardens around the World“ eine weitere Entwicklung. Das Thema „Gärten“ mit seinen Bezügen zur kollektiven Geschichte schien für einen interkulturellen Austausch geeignet zu sein. Der Entstehungsprozess wurde diesmal jedoch anders konzipiert, quasi umgekehrt angegangen. Das Abenteuer bestand aus drei Stadien; Europa – Afghanistan – Europa.

Beiträge in der Mitgliederzeitschrift der Patchworkgilde (Nr. 124, September 2016)

Gardens Around the World

Hinter diesem poetischen Titel verbirgt sich die bewegte und spannende Geschichte eines Wettbewerbs, der es europäischen und afghanischen Frauen mittels der Sprache der Textilkunst ermöglicht, miteinander zu kommunizieren. Eine künstlerische Textilarbeit von vier Händen gestalten zu lassen, ist das zugrunde liegende kulturverknüpfende Konzept.

Eine »Runde Sache«

Der Knopf steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung von afghanischen Stickereien.

In Afghanistan, vor einigen Jahren, fiel mein Blick staunend auf einen Knopf, der auf der Schulter eines Gewands angenäht war. Mein praktischer Sinn dachte, wozu? Und prompt fragte ich nach dem Grund, warum dieses Objekt sich an jenem ungewöhnlichen Platz befände. Die Stickerin antwortete: „Ich habe gerade Schmerzen an der Schulter. Das wird mir helfen.“

Beitrag in verFilzt und zugeNäht (Nr. 41, Winter 2013)

Guldusi

Stickprojekte in Afghanistan

Liebe Pascale,
in der Zeit, als ich an meinem Wettbewerbsbeitrag arbeitete, las und hörte ich auf einmal immer wieder Berichte über Afghanistan. Nicht, weil plötzlich mehr über das Land geschrieben wurde, sondern weil ich sensibler für Nachrichten aus und über das Land geworden war. Durch die Stickerei hatte ich plötzlich eine Verbindung zu Afghanistan. Es war nicht länger das weit entfernte Land, das es vorher war.

Liebe Grüße,
Sandra

Beitrag in verFilzt und zugeNäht (Nr. 38, 2013)

Shapan Nomadi
In Afghanistan wurde früher mit Pferdekraft gefilzt. Die Tiere halfen kräftig bei der Herstellung von dicken, schweren und langlebigen Gebrauchsfilzen mit.
Pascale Goldenberg ist Initiatorin und Betreuerin von zwei Stickprojekten in Afghanistan, in deren Rahmen sie die »Kuchi« (persisch für Nomade) kennenlernen durfte.

Lebensunterhalt der Nomaden
Shotordaran bedeutet »diejenigen, die Kamele besitzen«, doch in Shotordaran in der Wüste, unweit von Herat an der Grenze zum Iran, also im Westen Afghanistans, besitzen die Halbnomaden keine Kamele mehr. Esel tragen das Gepäck, einige Schafe und Ziegen sind ihr Reichtum. Sie sind Paschtunen und gehören zur größten Bevölkerungsgruppe Afghanistans.

Artikel in Oya (01/02 2011)

Ein ost-westliches Stickprojekt verbindet Frauen und Handarbeitstechniken aus Afghanistan und Europa
 
»Afghanistan – kaum ein Land vermag so verheißungsvolle und so schreckliche Assoziatio­nen zu wecken. Verheißungsvoll, weil Generationen von Händlern, Künstlern und Ausstei­gern exotischen Verlockungen in das Land am Hindukusch folgten. Schrecklich, weil das Land geschunden und die Bevölkerung schwer traumatisiert ist: 1979 marschierten die So­wjets ein, dann folgten Bürgerkrieg, die unheilvolle Taliban­Herrschaft und der Einzug der US­Armee im Jahr 2001 – drei Jahrzehnte des Kriegs, der Unterdrückung und der Fremd­herrschaft …«

Beitrag in verFilzt und zugeNäht (Nr. 23, 2009)

»Wenn du ein Geheimnis hast,
nimm es, trag es zum Hindukusch
und leg es unter einen Stein«

(Siba Shakib, Samira & Samir, 2003)

»Wie viele Geheimnisse mögen die Frauen und Mädchen haben, deren Stickereien ich nun schon seit gut 1½ Jahren zu verarbeiten suche? Vielleicht haben sie einige davon in die Stickereien eingearbeitet!«

Bericht von Sabine von Dryander

Fäden verbinden Frauen und Kulturen
Zueinanderkommen und Sichverbundenfühlen

»Pascale Goldenberg leitet seit fünf Jahren das einzigartige »Stickprojekt Laghmani« in Afghanistan, mit dem sie Frauen vor Ort unterstützt und die Zusammenarbeit
verschiedener Kulturen fördert.«

Beitrag von Kim Weghorn