Projekt Sharak

Der Plan für ein weiteres Stickprojekt in Sharak entstand, als Aqila Nazari und Siba Hamadi, beide im Frauenzentrum von Sharak tätig, im Herbst 2007 nach Deutschland kamen. Im Frauenzentrum des Städtchens Sharak leben ausschließlich Hazara. Die Hazara sind eine der größeren ethnischen Volksgruppen in Afghanistan. Sie sind mehrheitlich Schiiten und waren deshalb während der Kriegszeit in den Iran geflohen und später zurückgekehrt. (Lesen Sie mehr darüber auf der Webseite der DAI).
Hazarafrauen sind weltbekannt für ihre Stickkunst. Dank der Vorarbeit von Frau Nazari und Rateb Assimi (DAI-Vorstandsmitglied, er ist endgültig nach Afghanistan zurückgekehrt) entstanden die ersten Stickversuche. Da keine Konkurrenz zum ersten Projekt in Laghmani entstehen sollte, wurden nicht Quadrate, sondern Rechtecke in Auftrag gegeben. Außerdem sollten die Stickereien mit Seidengarnen und nicht mit Baumwolle ausgeführt werden, in Kandaharidusi (12,5 x 6,5cm) und vor allem in beeindruckender Keshide (4 x 6cm). Für den Eigenbedarf stickten die Frauen schon nicht mehr, übten diese Fähigkeit aber schnell wieder ein. Da sie keine Vorlagen von früher mehr hatten, wurden ihnen Fotos aus Deutschland geschickt! Die ersten Stickereien für den Verkauf trafen im Juni 2010 in Freiburg ein.
Es ist nicht möglich, Frauenporträts zu zeigen.